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UN:PACK – Mehrweg für die Großgastronomie

Täglich fallen große Mengen an Einwegverpackungen an, noch bevor Gerichte auf unseren Tellern landen – insbesondere in Kantinen, Mensen und der Gastronomie. Das Förderprojekt UN:PACK erprobt konkrete Mehrweglösungen für die Anlieferung, Verarbeitung, Spülung und Rückführung von Mehrweg-Gebinden in der Großgastronomie.

In Wuppertal und Schwelm wird dieser Ansatz erstmals pilotartig umgesetzt. Aufbauend auf den Erkenntnissen des Vorgängerprojekts Smart Circular Wuppertal werden in ausgewählten Großküchen zunächst für sechs Monate regionale Produkte in Mehrweg-Großgebinden eingesetzt und in einem geschlossenen Kreislauf geführt.

Starke Wissenschafts- und Umsetzungspartner*innen

UN:PACK wird gemeinsam mit sechs Partner*innen aus Praxis, Wissenschaft und kommunaler Verwaltung umgesetzt. Das Projekt wird bis 2029 im Rahmen des Förderprogramms „Circular Economy – CircularCities.NRW“ durch die EU und das Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

Gemeinsam für die Bergische Region, in der Ressourcen im Kreislauf bleiben.

Über das Projekt

UN:PACK betrachtet nicht nur die Ausgabe fertiger Gerichte, sondern die gesamte Lieferkette eines Lebensmittels: von der Produktion über die Anlieferung und Weiterverarbeitung bis zur Essensausgabe, Spülung und Rückführung der Mehrwegbehälter.

Ziel ist es, praxistaugliche Strukturen zu entwickeln, mit denen Einwegverpackungen in der Großgastronomie dauerhaft reduziert und regionale Mehrwegkreisläufe etabliert werden können. Die Pilotphase in Wuppertal und Schwelm schafft dafür die Grundlage.

Mehrwegstrukturen brauchen digitale Lösungen

Eine funktionierende Mehrweginfrastruktur setzt Transparenz voraus: Zu jedem Zeitpunkt muss nachvollziehbar sein, wo sich Behälter befinden, in welcher Menge sie verfügbar sind und wann sie zurückgeführt werden.

Eine digitale Plattform bildet deshalb alle Phasen des Mehrwegkreislaufs ab und unterstützt die beteiligten Akteur*innen bei der Steuerung der Behälterströme. In Wuppertal ist UN:PACK daher im Competence Center Smart City verortet und verbindet Kreislaufwirtschaft mit digitalen Lösungen.

Regionale Wertschöpfung stärken

Mehrwegsysteme funktionieren besonders gut in regionalen Kreisläufen. Kurze Transportwege erleichtern den regelmäßigen Umlauf der Behälter, verbessern die Wirtschaftlichkeit und schaffen gute Voraussetzungen, lokale Produzent*innen und Anbieter*innen einzubinden.

Gleichzeitig ist eine ausreichende Anzahl teilnehmender Betriebe entscheidend: Je mehr Unternehmen und Einrichtungen ein gemeinsames Mehrwegsystem nutzen, desto effizienter können Transport- und Rückführungsprozesse organisiert werden.

Diese Voraussetzungen werden bereits in der Pilotphase berücksichtigt, damit die aufgebauten Strukturen auch über das Förderprojekt hinaus weiterentwickelt werden können.

Als möglicher institutioneller Ansatz soll zudem geprüft werden, ob eine gemeinnützige Einkaufsgenossenschaft dazu beitragen kann, Mehrweglösungen für Großküchen langfristig in kommunale Beschaffungsprozesse zu integrieren.

Neue EU-Verpackungsregeln schaffen zusätzliche Anreize

Seit dem 12. August 2026 gelten in der EU neue und strengere Vorgaben für Verpackungen. Auch wenn ein wesentlicher Teil der Anforderungen Hersteller*innen betrifft, entstehen auch für Gastronomie und andere Akteur*innen entlang der Lieferkette neue Anforderungen.

Ab 2030 greifen unter anderem strengere Vorgaben zu Mehrweg und Wiederverwendung. Damit gewinnen praxistaugliche Mehrwegsysteme zusätzlich an Bedeutung. UN:PACK bietet teilnehmenden Pilotbetrieben die Möglichkeit, frühzeitig Erfahrungen mit entsprechenden Strukturen und Prozessen zu sammeln.

Sie möchten Teil des Projekts werden?

Sie sind Gastronom*in, leiten eine Kantine, betreiben ein Catering-Unternehmen oder sind in die Verpflegung von Schulen, Kindergärten oder anderen Einrichtungen eingebunden?

Dann kommen Sie gerne mit uns ins Gespräch und erfahren Sie, wie Sie sich an UN:PACK beteiligen können.

Frau Simone Jöhren

UN:PACK - ein gemeinsames Projekt von:

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • WisChi/ adobe.stock.com
  • Stadt Wuppertal
  • Stadt Wuppertal

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