Inhalt anspringen

Bodenfeuchtesensoren für den DigiTal Zwilling

Demnächst werden Bodenfeuchtesensoren in unserem Stadtgebiet installiert. Ihre Aufgabe? Sie erfassen regelmäßig die Feuchte und Temperaturen in den Böden und übertragen die Daten an den Urbanen Digitalen Zwilling. Das ist vor allem bei Hochwasserereignissen von zentraler Bedeutung.

Zu der Entwicklung eines Urbanen Digitalen Zwillings gehört die Erfassung von Echtzeitdaten, wie z.B. Wetterdaten, Verkehrsaufkommen oder Pegelstände eines Flusses. In Wuppertal gibt es auch bereits Sensorik, die regelmäßig Daten an den Urbanen Digitalen Zwilling sendet. Dazu gehören unter anderem die Parkplatzauslastung, die Erfassung von Umweltparametern an Ampeln oder Bodenfeuchte an Stadtbäumen.

Für den DigiTal Zwilling (Öffnet in einem neuen Tab), eines der drei Kernprojekte von Smart City Wuppertal, werden Schritt für Schritt weitere Sensoren im Stadtgebiet installiert. Ein Sensortyp wird bald die Bodenfeuchte und Bodentemperatur messen. Diese Daten sind vor allem wichtig um Klimaentwicklungen zu begegnen oder Starkregenereignisse.

Die vorhandene Starkregengefahrenkarte (Öffnet in einem neuen Tab)zur Simulation der Hochwassersituation in Wuppertal soll weiterentwickelt werden. Demnächst soll Sättigung der Böden miterfasst werden. Gemeint ist dabei konkret der Wassergehalt im Boden und die Temperatur. Der Bodenfeuchtegehalt spielt eine zentrale Rolle im Zusammenhang mit der Abflussmenge während eines Starkregenereignisses. Dieser Indikator kann demnach einen unmittelbaren Effekt auf die Hochwassersituation während eines Starkregenereignisses haben. Für die Bestimmung der Bodenfeuchte werden Sensoren ausgebracht, die regelmäßig Bodenfeuchte- und Temperaturmessungen an die urbane Datenplattform übertragen. Das Ziel ist es, den Grad der Feuchtigkeitssättigung über das gesamte Stadtgebiet aus Satellitendaten abzuleiten. Dafür werden die Messungen der Sensoren für die Kalibrierung der Satellitendaten genutzt. Das bedeutet, dass die flächendeckenden Satellitenbilder in Bezug gesetzt werden mit den realen Messungen am Boden. Bei den Satelliten handelt es sich um Radarsensoren des Europäischen Copernicus Programms, dem Sentinel-1. Radarsensoren sind sensitiv in Bezug auf Bodenfeuchte und Wasser, sodass sie sich für ein Bodenfeuchte-Monitoring eignen.

Das Bodenfeuchte-Monitoring ist auch wichtig für die Pflanzengesundheit in der Stadt. Mithilfe der Bodenfeuchtekarten kann Trockenheit und Dürre frühzeitig erkannt werden, sodass eine effiziente Stadtbaumbewässerung erfolgen kann. Außerdem kann mithilfe des Bodenfeuchte-Monitorings die Kühlleistung der Böden beobachtet werden, um diese für Maßnahmen zur Klimawandelanpassung zu nutzen.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • © VicenSanh/stock.adobe.com (generiert mit KI)
  • © 24Novembers/stock.adobe.com

Auf dieser Seite verwenden wir ausschließlich technisch notwendige Cookies sowie das Webanalysetool Matomo zur anonymisierten statistischen Auswertung. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit in unseren Datenschutzeinstellungen widerrufen. Weitere Informationen und Hinweise finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz-Einstellungen (Öffnet in einem neuen Tab)
Seite teilen