19. November 2025
Insgesamt gibt es inzwischen zehn Standorte mit Bodenfeuchtesensoren: am Nassen Kamp, im Nordpark (zwei Stationen), im Kaiser-Wilhelm-Hain, im Botanischen Garten, in den Barmer Anlagen, an der Station Natur und Umwelt, im Pop-Up Park am Alten Markt (zwei Stationen) und am Leyerbach.
Sensoren als Schutz gegen Klimaveränderungen
Die Sensoren messen regelmäßig Feuchte und Temperatur des Bodens. Diese Daten helfen der Stadt, auf den Klimawandel zu reagieren. So kann zum Beispiel erkannt werden, wenn der Boden austrocknet – dann lässt sich die Bewässerung von Bäumen gezielter planen. Auch für den Hochwasserschutz sind die Messungen wichtig, weil sie zeigen, wie viel Wasser der Boden aufnehmen oder abgeben kann. Außerdem kühlen feuchte Böden die Luft – bei Sommerhitze kann das die Temperatur in der Umgebung um mehrere Grad senken.
Daten für den DigiTal Zwilling Wuppertal
Alle Messdaten werden über das LoRaWAN-Netzwerk direkt an die Urbane Datenplattform übertragen, aus der der DigiTal Zwilling Wuppertal die Daten bezieht und auswertet. Der DigiTal Zwilling ist ein digitales und lebendiges Modell der Stadt. Eine digitale Karte, auf der die Standorte und ihre Messwerte sichtbar sind, ist derzeit in Arbeit. In Zukunft sollen auch Satellitendaten genutzt werden, um ein flächendeckendes Bild der Bodenfeuchte für die ganze Stadt zu erhalten.
„Mit dem Ausbau des Messnetzwerks schaffen wir eine wichtige Datenbasis, um unsere Stadt an den Klimawandel anzupassen,“ erklärt Christine Pohl, Leiterin des Projekts DigiTal Zwilling. „Die Sensoren helfen uns, besser zu verstehen, wie unsere Böden auf Trockenheit oder Starkregen reagieren. Die Erkenntnisse fließen in ganz praktische Maßnahmen ein – vom Gießmanagement für Stadtbäume bis zur Verbesserung des Hochwasserschutzes.“
Fachübergreifende Zusammenarbeit
Insgesamt sind an dem Projekt fachübergreifend neben dem DigiTal Zwilling Wuppertal das Ressort für Vermessung, Katasteramt und Geodaten und das Ressort für Klima und Nachhaltigkeit beteiligt, sowie das Ressort Umweltschutz und das Ressort Grünflächen und Forsten, in denen die Daten der Bodenfeuchtesensoren fachlich genutzt und weiter aufbereitet werden. "Die Daten werden von uns fachlich genutzt, um den Zustand unserer Umwelt zu beobachten. Insbesondere in Bezug auf Bodenfeuchte und Wasserhaushalt, Klimaregulation durch Verdunstung sowie die Funktion des Bodens als Lebensraum und Kohlenstoffspeicher", ergänzt Florian Roth aus dem Ressort Umweltschutz.
Der Ausbau des Sensoren-Messnetzwerks ist ein weiterer Schritt hin zu einer grünen, widerstandsfähigen und zukunftsorientierten Stadt und ein Alleinstellungsmerkmal unter den Smart Cities in Deutschland.
