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Modellprojekt Smart City Wuppertal

Die Modellprojekte „Smart Cities made in Germany“ sind ein seit 2019 vom Bund gefördertes Digitalisierungsprogramm für deutsche Städte, Kreise und Gemeinden. Im Jahr 2021 haben sich auf die dritte Staffel des Programms 94 Kommunen beworben - darunter auch Wuppertal.

In dem Förderprojekt geht es darum, dass deutschen Kommunen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden, um einen mehrjährigen städtischen Digitalisierungsprozess zu starten. Dabei sollen die geförderten Regionen digitale Konzepte und Strategien für eine integrierte, an Nachhaltigkeit und am Gemeinwohl orientierte Stadtentwicklung erarbeiten und mit entsprechenden Umsetzungsmaßnahmen erproben. Das Programm der Modellprojekte „Smart Cities made in Germany“ unterteilt sich daher in zwei Phasen. In Phase A werden die kommunalen Strategien mit ihren Zielen und Maßnahmen festgehalten, die schließlich in Phase B realisiert werden. Als Ziel strebt das Förderprogramm sowohl eine stärkere Handlungsfähigkeit der teilnehmenden Kommunen als auch die Entwicklung von Lernbeispielen für Regionen in ganz Deutschland an. Strategisches Wissen rund um das Stadtleben der Zukunft soll aufgebaut und miteinander geteilt werden. Erfolgreich umgesetzten Maßnahmen und Lösungen innerhalb der Modellprojekte können schließlich als Leitbilder mit Beispielcharakter betrachtet werden. Organisiert wird die Förderung vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und sie erfolgt über die deutsche Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Im Jahr 2021 haben sich auf die dritte Staffel des Programms, das mit Fördermitteln von insgesamt bis zu 300 Millionen Euro unterstützt wird, 94 Kommunen beworben – darunter auch Wuppertal unter dem Titel „Neue Wege – Neue Zentren“ und dem Motto „Gemeinsam die intelligente Stadt von morgen entwickeln“. Auf die Bewerbung folgte ein intensiver mehrstufiger Prüfprozess durch die Organisatoren der Förderung. Dieser umfasste unter anderem die Bewertung der Bewerbungen von zwei externen Fachgutachtern auf Basis des Leitthemas. Die finale Entscheidung unterlag schließlich einer Jury aus elf Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft, der Politik sowie der kommunalen Spitzenverbände und fiel für unsere Stadt positiv aus: Wuppertal wurde gemeinsam mit 27 anderen Kommunen für die Förderung ausgewählt und ist nun ein Teil der Modellprojekte „Smart Cities made in Germany“.

Was bedeutet Smart City?

Die globalen Megatrends der Urbanisierung, der Globalisierung sowie hierzulande der demographische Wandel, der Wandel der Arbeitswelt und der Strukturwandel bleiben ungebrochen. Das hat zur Folge, dass sich mit der Veränderung künftiger Anforderungen auch die Entwicklung unserer Städte anpassen muss. Zentrale Zukunftsaufgaben für die Städte in Deutschland und weltweit sind die langfristige Sicherung eines lebenswerten und nachhaltigen Lebensraums, soziale Gerechtigkeit sowie der Erhalt attraktiver Wirtschaftsstandorte.

Die digitale Transformation ermöglicht dabei neue Lösungsansätze. Prozesse, welche die Nutzung der digitalen Möglichkeiten im kommunalen Kontext umfassen, werden unter dem Schlagwort der ‚Smart City‘ vereint. Dieser Prozess bezieht sowohl soziale (Bildung, Inklusion und kreatives Potential), als auch ökologische (Ressourcenschonung und Klimaschutz) und ökonomische (Wettbewerbsfähigkeit) Dimensionen Nachhaltigkeit mit ein.

Für die Stadt Wuppertal steht die Vernetzung der Stadt im Vordergrund. Die Smart-City-Strategie umfasst daher vor allem vier Bereiche: unter (1) Einbezug der Individuen und Institutionen werden sowohl (2) digitale als auch (3) physische Infrastrukturen einbezogen, um letztendlich (4) Raum und Umwelt zu gestalten. Entscheidend ist, dass die Ausgestaltung einer Smart City zielgerichtet entlang eines integrierten und bedarfsorientierten Stadtentwicklungskonzepts, welches unter Partizipation sowie der Innovationskraft und Kreativität der Stadtgesellschaft erarbeitet wird. Die Bewohner*innen der Stadt Wuppertal stehen hierbei im Mittelpunkt und sollen gemeinsam mit der Stadtverwaltung den Lebensraum gestalten.

Das Modellprojekt Smart City Wuppertal ist in zwei Phasen gegliedert:

  • Phase A (2022):
    Entwicklung der Smart-City-Strategie für Wuppertal unter
    Beteiligung der gesamten Stadtgesellschaft sowie Umsetzung
    erster Quick-Win-Projekte.
  • Phase B (2023-2026):
    Modellhafte Umsetzung der erarbeiteten Smart-City-Maßnahmen,
    darunter die Erstellung eines digitalen Zwillings für die Stadt Wuppertal.

Handlungssfelder für Wuppertal

In smart.wuppertal geht es darum herauszufinden, was die Stadt Wuppertal braucht, um den gesellschaftlichen Anforderungen und Herausforderungen gerecht zu werden und, wie digitale Lösungsansätze die Zukunftsfähigkeit der Stadt verbessern können.

Die innovativen Technologien sollen in sechs Handlungsfeldern eingesetzt werden und für die Stadt die Steigerung der Lebensqualität aller Bürger*innen sowie eine verbesserte Ressourcennutzung unterstützen.

SMARTE WUPPERTALER*INNEN
zeigt auf, wie digitale Technologien den Alltag der Bürger*innen verbessern können und wie diese eingesetzt werden. Das Themenspektrum reicht dabei von der Befähigung im Umgang mit Digitalem über lebenslanges Lernen bis hin zu Assistenzsystemen im öffentlichen Raum oder Zuhause.

SMARTE WIRTSCHAFT
beschreibt die lokale und globale Vernetzung relevanter Akteur*innen zur Steigerung der ökonomischen Produktivität. Die zentralen Fragestellungen sind: Wie kann ein innovationsfreudiges Klima für Wuppertaler Unternehmer*innen geschaffen werden und wie verändert sich das Wirtschaften und Arbeiten von morgen.

SMARTE UMWELT
identifiziert digitale Anknüpfungspunkte einer effizienten und ökologisch nachhaltigen Stadt. Hierzu gehört der Fokus auf Ressourcenschonung und erneuerbare Energien sowie eine nachhaltige Stadtplanung und -entwicklung mit einer Optimierung des Hochwasser- und Katastrophenschutzes.

SMARTE VERWALTUNG
beschreibt die Anwendung von Technologien im Bereich der öffentlichen Hand und umfasst hierbei das Anbieten von kunden- und bürgerorientierten Onlineservices durch die Verwaltung, die Bereitstellung von technologischer Infrastruktur und den Bereich Open Government, der einen besonderen Fokus auf die Transparenz öffentlicher Institutionen legt.

SMARTES LEBEN
zielt auf die smarte Gestaltung des individuellen Lebensraumes der Bürger*innen ab, mit dem Ziel der Selbstbestimmung, individueller Sicherheit und des kulturellen Austauschs. Gesunde Lebensweisen und die Vernetzung der Bürger*innen stehen im Vordergrund.

SMARTE MOBILITÄT
Wie kann ein effizientes und multimodales Mobilitätsangebot für die Wuppertaler*innen geschaffen werden? Die Antwort auf diese Frage ist das Stichwort Vernetzung. Um ein lückenloses Mobilitätsangebot zu ermöglichen, steht die Vernetzung von Verkehrsmitteln und Infrastrukturen (Parkplätze, Verkehrsschilder etc.) im Vordergrund.

Partner des Modellprojektes Smart City Wuppertal

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Adobe Stock, 214555980
  • Sebastian Czech, Stadt Wuppertal - Amt für Informationstechnik und Digitalisierung
  • Sebastian Czech, Stadt Wuppertal - Amt für Informationstechnik und Digitalisierung
  • Stadt Wuppertal

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