2. März 2026
Was ist der „Digitale Schatten“?
Ob Luftqualität, Lärmbelastung oder Urbane Hitze – im „semantischen Datenkatalog“ kommen dank einer Sensorinfrastruktur im Stadtgebiet verschiedene Informationen in Echtzeit zusammen. Im „Digitalen Schatten“ können diese Informationen erfasst und ausgewertet werden. Damit hat unsere Stadt eine ideale Grundlage für die Planung von präventiven Maßnahmen im städtebaulichen sowie gesundheitlichen Kontext.
Doch nicht nur unsere Stadt, sondern auch die Bürger*innen selbst können mehr für ihre Gesundheit tun. Wie? Indem sie dafür sensibilisiert werden, wie Umwelteinflüsse sich auf ihre eigene Gesundheit auswirken.
Dezentral statt zentral: Daten sicher und selbstbestimmt speichern
Das ist neu: Bürger*innen können selbst ihre gesammelten Daten im „semantischen Datenkatalog“ teilen. Dadurch leisten sie einen wichtigen Beitrag, um die Lebensqualität in der eigenen Stadt zu verbessern.
Damit die Bürger*innen dabei die größtmögliche Kontrolle über ihre Daten haben, kommt ein dezentraler Datenraum von Solid zum Einsatz. Was bedeutet das genau? Nutzende erhalten eine Art eigenen Safe für ihre Daten. Eine spezielle Technologie ermöglicht es hierbei, die Daten in privaten Speichern (PODs) statt in zentralen Unternehmensservern abzulegen. Ihre Daten, ihre Entscheidung: Nutzer*innen bestimmen selbst, wo diese Daten liegen und welche Apps oder Personen darauf zugreifen und mit diesen Daten weiterarbeiten dürfen.
Mit eigenen Daten die Stadt verändern
Wuppertaler*innen können mit ihren eigenen Daten helfen, Probleme wie urbane Hitze oder Lärmbelastung sichtbar zu machen und Lösungen zu finden. Dadurch können wir gemeinsam die Lebensqualität in Wuppertal verbessern.
Über das Forschungsprojekt:
Der „Digitale Schatten“ und der dezentrale Datenraum werden im Rahmen eines Forschungsprojektes gemeinsam mit dem „Institute for Technologies and Management of Digital Transformation“ der Bergischen Universität Wuppertal entwickelt.
Über Solid:
Viele Online-Dienste speichern persönlichen Daten auf ihren eigenen Servern. Nutzende haben kaum Kontrolle darüber, was damit passiert. Solid verfolgt einen anderen Ansatz: Ihre Daten gehören Ihnen. Statt Informationen bei jedem einzelnen Anbieter zu hinterlegen, werden sie in einem persönlichen Online-Speicher abgelegt – einem sogenannten POD. Nutzer*innen entscheiden selbst, welche App auf welche Daten zugreifen darf. Und Sie können diesen Zugriff jederzeit wieder entziehen.nSo entsteht ein Internet, in dem nicht Unternehmen, sondern Menschen die Kontrolle über ihre Daten behalten.
